Neurodermitis Creme
Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2020

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Neurodermitis Cremes sind ein grundlegender Bestandteil der Therapie gegen Neurodermitis. Die Cremes helfen dabei, den nervtötenden Symptomen der Hauterkrankung entgegenzuwirken oder sie zu mildern. Mithilfe des richtigen Produkts kannst du dir das Leben mit Neurodermitis wesentlich leichter gestalten. Um das passende Produkt für dich auswählen zu können, lohnt es sich, sich ausgiebig über die verschiedenen Neurodermitis Cremes zu informieren.

Mit unserem umfassenden Neurodermitis Creme Test 2020 wollen wir dir dabei helfen, die für dich beste Neurodermitis Creme zu finden. Wir haben unterschiedliche Produkttypen miteinander verglichen und die jeweiligen Vorteile und Nachteile übersichtlich dargestellt. Ob Neurodermitis Cremes mit oder ohne Cortison, rückfettende oder wässrige Neurodermitis Cremes – zu all diesen Produktarten wirst du auf dieser Themenseite nützliche Informationen finden. Auf diese Weise wollen wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Neurodermitis Cremes sind Teil der Basistherapie von Neurodermitis. Das bedeutet, Betroffene wenden die Cremes regelmäßig zur Hautpflege an, um den Symptomen der Hauterkrankung vorzubeugen oder sie zu lindern.
  • Cremes gegen Neurodermitis eignen sich besonders für schubfreie Phasen oder akute Neurodermitis-Schübe. Abhängig vom Produkt wirkt die Creme rückfettend, feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend und/oder juckreizlindernd.
  • Für eine möglichst effektive Wirkung sollten Neurodermitis Cremes auf die persönliche Situation und die individuellen Bedürfnisse eines Patienten angepasst werden. Deshalb ist es ratsam, neben einer ausführlichen Recherche vor dem Kauf einen Arzt zu konsultieren.

Neurodermitis Creme Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Neurodermitis Creme auf pflanzlicher Basis

Die rezeptfreie Pflegecreme von Sorion setzt sich aus Pflanzenextrakten und -ölen zusammen, die beispielsweise vom Neembaum, der Kurkumapflanze und der Kokosnuss stammen. Die Creme von Sorion ist vegan und enthält weder Silikone noch Parabene. Sie ist in verschiedenen Packungsgrößen erhältlich, darunter eine Probiergröße von 10mg.

Als Neurodermitiker kannst du die Sorion Creme mit ihrer speziellen Zusammensetzung zur Pflege von juckender, trockener und schuppiger Gesichts- oder Körperhaut anwenden. Falls du nach einer natürlichen Neurodermitis Creme suchst, solltest du dir das Produkt von Sorion genauer anschauen.

Die beste Neurodermitis Creme mit Cortison

Die beste Neurodermitis Creme mit Cortison ist die Hydrocortison Creme von ratiopharm. Mit einem Cortisongehalt von 0,5% ist die Creme rezeptfrei und eignet sich für die Anwendung bei Hautentzündungen. Verkauft wird das Produkt in einer Packungsgröße von 30g.

Ist die Haut während eines akuten Neurodermitis-Schubes mal wieder entzündet und juckt schrecklich, kannst du die medizinische Creme von ratiopharm anwenden, um die Symptome zu lindern. Noch dazu macht sie die Haut wieder sanft und weich. Sagt dir das zu? Dann wirf doch mal einen genaueren Blick auf die Hydrocortison Creme.

Die beste rückfettende Neurodermitis Creme

Als beste rückfettende Neurodermitis Creme hat sich die freiverkäufliche DEXERYL Creme bewährt. Durch das ausgewogene Verhältnis ihrer Wirkstoffe stärkt sie den schützenden Fettfilm der Haut und bindet Feuchtigkeit in ihr.

Damit ist die rückfettende Creme insbesondere für Neurodermitiker eine gute Wahl, die nach einer medizinischen Intensivpflege für ihre trockene Haut suchen. Mit einer Menge von 500g kannst du dein Gesicht sowie deinen Körper für lange Zeit mit der DEXERYL Creme pflegen.

Die beste Neurodermitis Creme für Babys und Kinder

Die lavera Pflegecreme für Gesicht und Körper setzt sich aus Inhaltsstoffen der Nachtkerzenpflanze und Shea Butter in Bio-Qualität zusammen. Sie ist zu 100% frei von reizenden Substanzen wie Silikonen, Paraffinen und Mineralöl. Kaufen kannst du die Creme in einer Packungsgröße von 75ml.

Falls du ein Baby oder ein Kind hast, welches über empfindliche Haut verfügt und zu Neurodermitis neigt, könnte die lavera Pflegecreme genau das richtige Produkt für dich sein. Die Neurodermitis Creme schützt die Haut vor dem Austrocknen, spendet ihr Feuchtigkeit und pflegt sie wirkungsvoll.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du eine Neurodermitis Creme kauft

Was sollte ich über Neurodermitis wissen?

Neurodermitis ist auch als atopische Dermatitis, atopisches Ekzem und endogenes Ekzem bekannt. Dabei handelt es sich um eine entzündliche, nicht ansteckende Erkrankung der Haut. Die Schutzfunktion der Haut ist gestört, wodurch der Betroffene und insbesondere seine Haut anfällig auf äußere Einflüsse und Reize reagieren.

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Neurodermitis ist eine entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung. Sie zeigt sich unter anderem in Form von trockener, juckender und geröteter Haut. Je nachdem wie stark die Symptome ausgeprägt sind, spricht man von leichter, mittelschwerer oder schwerer Neurodermitis.
(Bildquelle: pixabay.com / Hans)

Das äußert sich vor allem in Form von trockener, juckender und geröteter Haut, krustigen Hautausschlägen und nässenden Juckflechten. In medizinischer Fachsprache heißen die Juckflechten auch Ekzeme. Je nachdem, wie stark die Symptome ausgeprägt sind, sprechen Ärzte von leichter, mittelschwerer oder schwerer Neurodermitis.

Neurodermitis ist genetisch veranlagt. Die Hauterkrankung beginnt zumeist bereits im frühen Kindesalter und kann bis ins Erwachsenenalter fortbestehen. Darüber hinaus zählt sie zu den chronischen Erkrankungen. Für diese Art von Krankheiten ist es typisch, dass sie sich schrittweise entwickeln und in Schüben verlaufen.

Anhand der Krankheitserscheinung unterteilen Ärzte Neurodermitis in drei Stadien: akut, subakut und chronisch. Für einen besseren Überblick haben wir die drei Phasen in einer Tabelle für dich zusammengefasst:

Stadium Dauer Hauptmerkmal Hautzustand
Akutes Stadium Einige Tage bis einige Monate Entstehung von neuen Ekzemen

Verschlimmerung von vergangenen Hautschäden

Entzündete, juckende und anfällige Haut
Subakutes Stadium Bis zu ein paar Monaten Andauernde Hautentzündungen

Keine Aussicht auf Rückgang

Gerötete, schuppige Haut bis hin zu Hautknötchen
Chronisches Stadium Bis zu ein paar Jahren Schwerwiegende Veränderungen der Haut

Verdickung bis hin zu Verhornung der Haut

Vermehrte Schuppenbildung

Entstehung von Rissen in der Haut

Stellenweise blassere oder dunklere Haut

Die Symptome der Neurodermitis können an verschiedenen Körperstellen auftreten. Vom Gesicht über den Nacken bis hin zu Händen, Armbeugen und Kniekehlen – all diese Körperregionen und noch mehr können von der Hautkrankheit betroffen sein.

Neurodermitis gilt als nicht heilbar, sondern muss in der Regel ein Leben lang therapiert werden. Jedoch gibt es Mittel, die du einsetzen kannst, um die Symptome zu lindern oder zeitweise zu verhindern.

Worum handelt es sich bei einer Neurodermitis Creme?

Neurodermitis Cremes sind Hautcremes, die Erkrankte anwenden, um den Symptomen der Neurodermitis entgegenzuwirken. Diese Hautcremes stellen halbfeste Öl-in-Wasser-Emulsionen dar, die die Anwender zur medizinischen Pflege streichartig auf ihre Haut auftragen.

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Bei Neurodermitis Cremes handelt es sich um Öl-in-Wasser-Emulsionen. Dabei tröpfeln Hersteller Öl in Wasser und mischen ein Bindemittel dazu, sodass sich die Flüssigkeiten nicht voneinander lösen.
(Bildquelle: pixabay.com / A_Different_Perspective)

Bei dem Anfertigen von Emulsionen mischen Hersteller zwei Flüssigkeiten miteinander, die sich üblicherweise nicht vermischen lassen. Dies geschieht, indem die Hersteller eine der Flüssigkeiten in die andere tröpfeln. Dadurch verteilt sich die tröpfchenförmige Flüssigkeit innerhalb der anderen Flüssigkeit, ohne dass sie sich voneinander lösen.

Im Falle von Neurodermitis Cremes vermengen die Produzenten emulsionsartig Öl in Wasser. Das Mengenverhältnis der beiden Flüssigkeiten kann je nach Produkt unterschiedlich ausfallen, was die jeweilige Wirkung der Cremes beeinflusst. Auch spielt für die Wirkung eine Rolle, welche Wirkstoffe eine Neurodermitis Creme enthält.

Abhängig von der Mischung und dem Wirkstoff kann die Creme einen rückfettenden, feuchtigkeitsspendenden, entzündungshemmenden oder juckreizstillenden Effekt haben. Demnach ist der Zweck von Neurodermitis Cremes, die Schutzfunktion der Haut zu stärken und unangenehme Hautreaktionen zu lindern.

Im Mittelpunkt der Behandlung mit Neurodermitis Cremes steht, die Hornschicht der Haut zu kräftigen und sie mit fehlenden Stoffen zu versorgen. Bei Betroffenen von Neurodermitis ist die Hornschicht nämlich sehr dünn und geschädigt. Dadurch trocknet die Haut eher aus und es dringen schneller körperfremde Substanzen wie Bakterien und Pilze ein. Das wiederum führt zu den für die Erkrankung typischen Entzündungen und extremen Hautreaktionen.

Neurodermitis Cremes sind Teil der Basistherapie für Neurodermitis. Eine Basistherapie ist eine langfristige Therapieform, die einem bestimmten Ablauf folgt – unabhängig von kurzfristig schwankenden Einflüssen. Ein Beispiel für einen derartigen Einfluss ist der derzeitige Schweregrad bzw. das derzeitige Stadium einer Krankheit.

Für wen eignet sich eine Neurodermitis Creme?

Als Teil der Basistherapie von Neurodermitis stellt Neurodermitis Creme ein grundlegendes Mittel zur Hautpflege von Betroffenen dar. Deshalb eignet sich die Creme im Allgemeinen für alle, die an der Hauterkrankung leiden.

Inwiefern eine Neurodermitis Creme für dich oder dein Kind in Frage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu diesen Faktoren gehören der Hautzustand, die betroffenen Körperstellen, das Alter der zu behandelnden Person und die Jahreszeit.

  • Hautzustand: Ob trockene und empfindliche Haut, entzündete und nässende Haut oder entzündete und juckende Haut – für all diese Hautzustände kannst du eine passende Neurodermitis Creme kaufen.
  • Betroffene Körperstellen: Neurodermitis breitet sich vor allem an Körperstellen aus, an denen die Haut sehr dünn ist. Je nachdem, wie genau die Hautbeschaffenheit an einer bestimmten Körperstelle ausfällt, eignet sich eine gewisse Pflege besser für dich als eine andere. Neben Cremes für den Großteil des Körpers gibt es für manche Körperregionen spezielle Cremes zu kaufen, zum Beispiel für das Gesicht oder die Hände.
  • Patientenalter: Das Alter der erkrankten Person beeinflusst, welche Stellen am Körper von Neurodermitis betroffen sind und auf welche Weise. Außerdem sind die Hautbeschaffenheit und Körperoberfläche altersbedingt verschieden, was zu unterschiedlichen Bedürfnissen führt. So gibt es Neurodermitis Cremes, die sich unter anderem gezielt an Babys und/oder Kinder richten.
  • Jahreszeit: Mit den Jahreszeiten verändert sich auch das Wetter. Gewisse Umwelteinflüsse wie starke Hitze oder Kälte sowie trockene Heizungsluft können der Haut schaden und dafür sorgen, dass sich die Symptome der Neurodermitis verschlimmern. Abhängig davon kann eine bestimmte Neurodermitis Creme notwendig sein. Allerdings ist dieser Faktor laut Medizinern im Vergleich zu den anderen genannten Aspekten zweitrangig.

Sprich am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin, wenn du denkst, dass eine Neurodermitis Creme für dich oder dein Kind die richtige Wahl ist. Denn es ist äußerst wichtig, dass die Wahl deines medizinischen Pflegeprodukts auf deine persönlichen Umstände und Bedürfnisse angepasst ist.

Was kostet eine Neurodermitis Creme?

Weil es eine breite Palette an Wirkstoffen, Packungsgrößen, Marken und Anbietern gibt, fällt die Preisspanne bei Neurodermitis Creme recht groß aus. Aus denselben Gründen ist es schwierig, einen umfassenden Preisvergleich anzustellen.

Bei unserem Preisvergleich von ausgewählten Produktarten und Packungsgrößen ergab sich eine Preisspanne von 3,50 Euro bis 40 Euro. Die folgende Tabelle soll dir bei deiner Kaufentscheidung als Orientierung dienen:

Menge Produkttyp Preisspanne
20g Neurodermitis Creme mit Cortison (0,25%) ca. 3,50-15 Euro
30g Neurodermitis Creme mit Cortison (0,5%) ca. 4,50-40 Euro
50ml Neurodermitis Creme ohne Cortison ca. 3,50-30 Euro
100ml Neurodermitis Creme ohne Cortison ca. 6-40 Euro

Beachte jedoch, dass diese Spanne je nach Wirkstoff, Menge, Marke sowie Anbieter kleiner oder größer ausfallen kann.

Wo kann ich eine Neurodermitis Creme kaufen?

Rezeptfreie Neurodermitis Cremes sind in Apotheken, Drogerien sowie Onlineshops erhältlich. Verschreibungspflichtige Cremes hingegen kannst du nur in Apotheken oder Onlineapotheken gegen Vorlage eines Rezepts kaufen.

Das größte Sortiment an den medizinischen Hautcremes bieten eigenen Recherchen zufolge diese Onlineshops:

  • amazon.de
  • ebay.de
  • apotheke.de
  • shop-apotheke.com
  • shop.apotal.de
  • docmorris.de
  • mycare.de
  • medpex.de
  • besamex.de

Manche Produkte, die wir auf dieser Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem der hier aufgeführten Shops versehen. Auf diese Weise kannst du dich direkt umschauen, falls du dich für ein bestimmtes Produkt interessierst.

Welche Alternativen gibt es zu einer Neurodermitis Creme?

Neurodermitiker können unterschiedliche Produkte benutzen, um ihrer Hauterkrankung entgegenzuwirken. Diese Produkte unterscheiden sich grundsätzlich in Form und Beschaffenheit. In der unten stehenden Tabelle geben wir dir einen kleinen Überblick über mögliche Alternativen zu Neurodermitis Cremes.

Du solltest berücksichtigen, dass diese Produkte keine direkten Alternativen zu den medizinischen Cremes darstellen. Das bedeutet, dass du eine Neurodermitis Creme nicht bedenkenlos und ohne Absprache mit deinem Arzt durch eine der hier aufgeführten Möglichkeiten auswechseln kannst.

Denn auch ohne Wirkstoffzusatz wirken die Produktvarianten aufgrund ihrer Konsistenz unterschiedlich auf die Haut ein.

Alternative Beschreibung
Neurodermitis Salbe Neurodermitis Salben sind halbfeste, streichfähige Zubereitungen, die Betroffene zur Pflege und zum Schutz der Haut äußerlich auf diese auftragen. Nach pharmazeutischer Definition enthalten Salben kein Wasser. Je nachdem, wie sich eine Salbe zusammensetzt, ist sie allerdings in der Lage, Wasser aufzunehmen. Salben werden besonders bei akut entzündeter, juckender Neurodermitishaut verwendet.
Neurodermitis Lotion Neurodermitis Lotion ist eine flüssig wässrige Zubereitung, mit welcher du die Haut reinigen, behandeln und pflegen kannst. Genauer handelt es sich hierbei um eine leicht aufzutragende Öl-in-Wasser-Emulsion, die bestimmte Wirkstoffe enthält, um die Symptome der Neurodermitis zu lindern. Sie eignet sich im Allgemeinen für entzündete, trockene und juckende Haut.
Neurodermitis Dusch- und Badeöl Dusch- und Badeöle sind Flüssigkeiten, die mehr oder weniger dickflüssig sind und Fett enthalten. An Neurodermitis Erkrankte gebrauchen sie während des Duschens oder des Badens, um ihre Haut zu reinigen und zu pflegen. Bäder mit Ölen für Neurodermitis helfen vor allem dann, wenn größere oder schwer erreichbare Hautpartien befallen sind. Verwenden kannst du Neurodermitis Dusch- und Badeöle generell für trockene und juckende Haut.

Entscheidung: Welche Arten von Neurodermitis Cremes gibt es und welche ist die richtige für mich?

Falls du dir nun eine Neurodermitis Creme kaufen möchtest, hast du die Wahl zwischen vier Produktarten:

  • Neurodermitis Creme mit Cortison
  • Neurodermitis Creme ohne Cortison
  • Rückfettende Neurodermitis Creme
  • Wässrige Neurodermitis Creme

Jede einzelne der hier genannten Produktarten bringt je nach Wirkstoff und Wirkungseffekt gewisse Vorteile und Nachteile mit sich. Abhängig davon, wie deine persönliche Ausgangssituation und individuellen Bedürfnisse aussehen, eignet sich eine andere Art für dich. Damit du dich besser entscheiden kannst, haben wir in den nachfolgenden Abschnitten zu jeder Produktkategorie Vor- sowie Nachteile zusammengetragen.

Was zeichnet eine Neurodermitis Creme mit Cortison aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Eine Neurodermitis Creme mit Cortison enthält künstlich hergestellte Glucocorticoide. Glucocorticoide sind Hormone, die für gewöhnlich im menschlichen Körper anzutreffen sind. Dort werden sie auf natürliche Weise in der Nebennierenrinde produziert und wirken an vielen Stoffwechselprozessen mit. Zum Beispiel sind sie daran beteiligt, Entzündungsreaktionen zu regulieren.

Vorteile
  • Beugt Neurodermitis-Schüben vor
  • Schnelle und effektive Linderung bei akuten Neurodermitis-Schüben
  • Geeignet für entzündete, juckende Haut
  • In verschiedenen Wirkstärken erhältlich
  • Anwendung bei Schwangeren, stillenden Müttern, Babys und Kindern unter ärztlicher Aufsicht möglich
Nachteile
  • Eignet sich nicht zur Langzeit-Therapie
  • Vorsichtige Anwendung auf empfindlichen Hautpartien notwendig
  • Nur in geringer Dosierung rezeptfrei

Neurodermitis Cremes mit Cortison könnten sich für dich eignen, wenn du Neurodermitis-Schüben vorbeugen oder akute Neurodermitis-Schübe lindern möchtest. Bei Neurodermitis sind das Immunsystem sowie die Schutzfunktion der Haut gestört, was dazu führt, dass die Haut auf harmlose Fremdstoffe irrtümlich gereizt reagiert. Cortison Cremes hemmen die starke Abwehrreaktion des Körpers auf die ungefährlichen Fremdstoffe. Dadurch gehen die Entzündungen in der Regel schnell zurück und der Juckreiz lässt nach.

Neurodermitis Cremes mit Cortison sind in verschiedenen Wirkstärken erhältlich. Je heftiger die Symptome ausfallen, desto stärker sollte das Cortisonpräparat sein. Ausgehend vom Stärkegrad unterscheiden Ärzte zwischen vier Gruppen von Glucocorticoiden:

  • Schwach wirksame Glucocorticoide: beispielsweise Hydrocortison oder Prednisolon
  • Mittelstark wirksame Glucocorticoide: beispielsweise Triamcinolon
  • Stark wirksame Glucocorticoide: beispielsweise Betamethason
  • Sehr stark wirksame Glucocorticoide: beispielsweise Dexamethason oder Clobetasol

Unter ärztlicher Aufsicht kannst du die gering dosierte Cortison Cremes auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit benutzen. Dasselbe gilt für die Anwendung bei Babys und Kindern. Allerdings sollte dies nur erfolgen, wenn der Arzt aufgrund des Hautzustands keine weitere Alternative sieht.

Neurodermitis Cremes mit Cortison dürfen nur kurzfristig angewendet werden. Benutzt du eine Cortison Creme für eine längere Dauer und noch dazu in hoher Menge, kann dies zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Mögliche Nebenwirkungen sind Hautverdünnung, Pigmentstörungen oder verstärkter Haarwuchs an der Behandlungsstelle.

Insbesondere bei Körperstellen mit dünner und empfindlicher Haut solltest du bei der Anwendung der Cortison Cremes vorsichtig sein. Denn an diesen Stellen können die Glucocorticoide besonders gut in den Körper einziehen. Dadurch kann sich die Wirkung so sehr verstärken, dass es zu Empfindlichkeitsreaktionen kommt. Körperstellen, bei denen du aufpassen musst, sind das Gesicht, die Augenlider, der Hals, die Gelenkbeugen sowie der Genitalbereich.

Neurodermitis Cremes mit schwach wirksamen Glucocorticoiden kannst du in geringer Konzentration (von 0,25 bis 0,5 Prozent) teils ohne Rezept kaufen. Produkte mit mittelstarken bis sehr starken Glucocorticoiden hingegen kannst du nur gegen Vorlage eines ärztlichen Rezepts erstehen.

Was zeichnet eine Neurodermitis Creme ohne Cortison aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Neurodermitis Cremes ohne Cortison sind medizinische Pflegecremes, die andere Wirkstoffe als Cortison enthalten. Zu den Wirkstoffen, auf die Neurodermitiker neben Cortison zurückgreifen können, gehören unter anderem:

  • Ein künstliches Stoffwechselprodukt: Harnstoff (auch Urea genannt)
  • Antiallergische Arzneistoffe: beispielsweise Cetirizin, Dimetinden
  • Mineralstoffe: beispielsweise Zink
  • Pflanzliche Öle: beispielsweise Nachtkerzenöl oder Mandelöl
  • Pflanzliche Extrakte: beispielsweise Aloe Vera oder Johanniskraut

Wie du siehst, gibt es viele alternative Wirkstoffe, die du anstatt Cortison verwenden kannst, um Neurodermitis entgegenzuwirken.

Vorteile
  • Große Vielfalt an Wirkstoffen
  • Abhilfe in schubfreien Zeiten möglich
  • Abhilfe während akuter Schübe möglich
Nachteile
  • Nebenwirkungen vom Wirkstoff abhängig
  • Kann belastende Substanzen wie Konservierungs- oder Duftstoffe enthalten

Anhand der großen Vielfalt an Wirkstoffen kannst du mit den Neurodermitis Cremes verschiedene Hautzustände abdecken. Zusammengefasst eignen sich die hier genannten Substanzen dazu, die Haut in schubfreien Zeiten zu pflegen und während akuter oder chronischer Schübe zu behandeln.

Mit dieser großen Menge an Wirkstoffen kommen jedoch viele Nebenwirkungen einher, die von Wirkstoff zu Wirkstoff anders ausfallen können. Außerdem könnten einige Produkte mit diesen Wirkstoffen Substanzen wie Konservierungs- oder Duftstoffe enthalten. Diese Substanzen gelten als belastend, da sie die empfindliche Haut von Neurodermitikern zusätzlich reizen könnten.

Was zeichnet eine rückfettende Neurodermitis Creme aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Rückfettende Neurodermitis Cremes sind Öl-in-Wasser Emulsionen, die einen hohen Fettanteil haben. Damit führen sie der Haut wertvolle Fette zu, die dabei helfen, den Schutzfilm der Haut aufrecht zu erhalten oder wiederaufzubauen. Das ist wichtig bei Neurodermitis, weil die Haut durch die Erkrankung nicht in der Lage ist, diese Fette ausreichend zu produzieren.

Vorteile
  • Stärkt Schutzfunktion der Haut
  • Hilft in schubfreien Phasen
  • Geeignet für trockene, empfindliche und schuppige Haut
Nachteile
  • Nicht für entzündete, juckende Haut geeignet
  • Zieht langsam ein
  • Hinterlässt eventuell Fettflecken

Rückfettende Cremes eignen sich besonders für schubfreie Phasen, in denen die Haut trocken, empfindlich und manchmal sogar schuppig ist. Die rückfettenden Produkte verstärken den natürlichen Schutzfilm der Haut. Dieser Fettfilm sorgt dafür, dass die Haut nicht so schnell austrocknet und reizauslösende Fremdstoffe nur schwer eindringen können.

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Rückfettende Neurodermitis Cremes unterstützen den natürlichen Fettfilm der Haut. Auf diese Weise trocknet die Haut weniger schnell aus und ist besser gegen Fremdstoffe geschützt.
(Bildquelle: pixabay.com / chezbeate)

Für entzündete und nässende Haut hingegen solltest du diese Art von Neurodermitis Cremes lieber nicht nutzen. Denn durch den stärkeren Fettfilm können sich die Poren verstopfen und die Haut anschwellen. Das wirkt sich negativ auf Hautstellen aus, die akut entzündet und dadurch überwärmt sind. Hat die Haut zuvor an der Stelle gejuckt, so wird sie nun noch stärker jucken.

Eine rückfettende Neurodermitis Creme braucht wegen ihres höheren Fettgehalts länger, um in die Haut einzuziehen, als ihre wässrige Variante. Ziehst du dich kurz nach dem Eincremen an, können sich je nach Fettgehalt deiner Creme und Stoff deiner Kleidung sogar Fettflecken auf deinen Klamotten bilden.

Was zeichnet eine wässrige Neurodermitis Creme aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Wässrige Neurodermitis Cremes sind Cremes, die einen hohen Wasseranteil haben. Dadurch eignen sie sich besonders gut für entzündete, juckende und nässende Haut. Einen derartigen Hautzustand nimmt die Haut von Neurodermitikern bei akuten Schüben ein.

Vorteile
  • Geeignet für entzündete, juckende und nässende Haut
  • Hilft bei akuten Neurodermitis-Schüben
  • Zieht schnell ein
Nachteile
  • Nicht für trockene und empfindliche Haut geeignet
  • Weniger für schubfreie Zeiten geeignet

Eine wässrige Neurodermitis Creme verdunstet schnell auf der Haut. Infolgedessen trocknet die nässende Haut aus und die entzündete Haut wird angenehm gekühlt. Somit lässt auch der Juckreiz allmählich nach.

Aufgrund des Verdunstungseffekts und ihrer leichten Textur ziehen wässrige Neurodermitis Cremes schnell in die Haut ein.

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Wässrige Neurodermitis Cremes verdunsten nach dem Auftragen schnell auf der Haut. Dadurch entsteht ein kühlender Effekt.
(Bildquelle: pixabay.com / chezbeate)

Für schubfreie Zeiten sind Neurodermitis Cremes mit hohem Wasseranteil weniger empfehlenswert. In diesen Phasen ist die Haut von Neurodermitikern eher trocken und empfindlich.

Der schützende Fettfilm ist hierbei derart gestört, dass er nur bedingt die benötigte Feuchtigkeit in der Haut halten kann. Trägst du nun eine wasserhaltige Neurodermitis Creme auf die Haut auf, trocknet die Haut wegen des Verdunstungseffekts zusätzlich aus und wird noch gereizter.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Neurodermitis Cremes vergleichen und bewerten

Nachfolgend zeigen wir dir, anhand welcher Aspekte du dich zwischen den Produktarten der Neurodermitis Creme entscheiden kannst.

Die Kriterien, mithilfe derer du Neurodermitis Cremes miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den kommenden Absätzen erklären wir dir, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Anwendungsperson

Einen Aspekt, den du vor dem Kauf einer Neurodermitis Creme bedenken solltest, ist, für wen die Creme gedacht ist. Kaufst du die Neurodermitis Creme für dich, also eine erwachsene Person? Oder möchtest du viel eher für dein Kind in einem bestimmten Alter oder gar dein Baby eine Neurodermitis Creme erstehen?

Es ist wichtig, sich im Vorfeld Gedanken über das Alter der Anwendungsperson zu machen, da eine Neurodermitis bei einem Baby und Kind oft anders verläuft als bei einem Erwachsenen.

Eine Neurodermitis verläuft bei Babys und Kindern oft anders als bei Jugendlichen und Erwachsenen.

So zeigt sich die entzündete, gerötete, juckende Neurodermitishaut bei einem kleinen Kind meistens an Kopf, Gesicht sowie Außenseiten von Armen und Beinen. Dahingegen sind bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eher Hände, Füße, Nacken und Gelenkbeugen von Neurodermitis betroffen. Erwachsene leiden außerdem häufiger an schwerwiegenderen Symptomen als jüngere Personen.

Hinzu kommt, dass die Hautbeschaffenheit von Babys und Kindern (besonders unter 6 Jahren) anders aussieht als bei Erwachsenen. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass der fettige Schutzfilm der Haut bei Säuglingen und Kleinkindern noch nicht vollständig ausgeprägt ist. Das führt dazu, dass diese Personengruppen empfindlicher auf Umwelteinflüsse, aber auch Wirkstoffe reagieren, als Erwachsene es tun. Aus diesem Grund gibt es Neurodermitis Cremes speziell für Babys und Kinder.

Zusammengefasst können sich je nach Alter die betroffenen Hautareale, der Verlauf und die Stärke der Symptome als auch die Hautbeschaffenheit unterscheiden. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass du die Neurodermitis Creme an die individuelle Situation und die persönlichen Bedürfnisse der Anwendungsperson anpasst.

Betroffene Körperstelle

Ein weiteres Kriterium, über welches du dir Gedanken machen solltest, bevor du dir eine Neurodermitis Creme kaufst, sind die zu behandelnden Körperstellen. Einige Neurodermitis Cremes eignen sich für den ganzen Körper. Andere Produkte wiederum sind zur Pflege von spezifischeren Körperarealen bestimmt, wie etwa das Gesicht oder die Hände.

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Die Hautbeschaffenheit ist nicht an allen Körperstellen gleich. Zum Beispiel ist die Haut an den Fußsohlen dicker als an den Kniekehlen. Das beeinflusst, wie ein Wirkstoff auf die aufgetragene Körperregion wirkt.
(Bildquelle: pixabay.com / moritz320)

Darüber hinaus ist die Hautbeschaffenheit bei einer Person nicht überall gleich. Gewisse Körperregionen weisen eine dünnere, empfindlichere Haut auf als andere, beispielsweise im Gesicht, an den Gelenkbeugen und im Intimbereich. Es gibt Präparate (wie Cortison), die an diesen Stellen stärker eindringen und falsch angewendet vermehrt Nebenwirkungen auslösen können.

Gleichzeitig existieren Körperareale, die über eine dickere Haut verfügen, wie etwa die Hände und die Füße. Das kann es für einen Wirkstoff schwieriger gestalten, seine Wirkung vollständig zu entfalten. Dementsprechend solltest du die Wirkstoffe und Dosierung der Neurodermitis Creme mit der Hautbeschaffenheit der betroffenen Stelle abstimmen.

Wirkung

Die gewünschte Wirkung, die eine Neurodermitis Creme auf deine Haut oder die Haut deines Kindes haben soll, spielt ebenfalls eine Rolle bei deiner Kaufentscheidung. Ob rückfettend, feuchtigkeitsspendend, entzündungshemmend oder juckreizlindernd – abhängig vom Hautzustand kann eine andere Wirkung für dich notwendig sein.

Grundsätzlich gilt die Regel: fett auf trocken und feucht auf feucht. Demnach eignen sich fetthaltige Cremes besser für trockene und empfindliche Haut und wässrige Cremes eher für entzündete und nässende Haut. Warum dem so ist, kannst du im Entscheidungsteil über rückfettende und wässrige Neurodermitis Cremes nachlesen.

Rezeptfrei / Rezeptpflichtig

Einige Neurodermitis Cremes sind ohne ärztliches Rezept und andere hingegen nur mit einem solchen Rezept erhältlich. Ob eine Creme freikäuflich oder verschreibungspflichtig ist, hat meist Einfluss darauf, ob deine Krankenversicherung die Kosten für das Produkt zurückerstattet oder nicht.

In manchen Fällen übernehmen die Krankenkassen auch für rezeptfreie Neurodermitis Cremes die Kosten.

In gewissen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Neurodermitis Cremes. So kannst du dir die Kosten für notwendige Neurodermitis Cremes von deiner Krankenversicherung zurückerstatten lassen, wenn dein erkranktes Kind unter 12 Jahre alt ist und sein 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Auch ist dies möglich, wenn Ärzte bei deinem Kind in Verbindung mit Neurodermitis eine Entwicklungsstörung festgestellt haben. In dem Fall zahlen die Krankenkassen bis zum 18. Lebensjahr für die benötigte medizinische Hautpflege.

Ansonsten gilt, dass die Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt, solange eine Neurodermitis Creme nicht verschreibungspflichtig ist. Du benötigst nur für eine geringe Anzahl an Neurodermitis Cremes ein Rezept, wie zum Beispiel für Cremes mit einem hohen Cortisongehalt. Gehörst du zu den erwachsenen Neurodermitikern, musst du demnach meist selbst für dein medizinisches Hautpflegeprodukt zahlen.

Art der Wirkstoffe

Ein weiteres Kaufkriterium stellt die Art der Wirkstoffe dar, die in einer Neurodermitis Creme vorkommen. Du kannst zwischen einer großen Vielzahl an Wirkstoffen auswählen.

Einige Substanzen werden synthetisch für die Cremes hergestellt, beispielsweise Cortison oder Urea (Harnstoff). Andere hingegen werden auf natürliche Weise für die Produkte gewonnen, wie zum Beispiel pflanzliche Extrakte oder Öle.

Welcher Wirkstoff für dich oder dein Kind am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: der betroffenen Körperstelle, dem Hautzustand, der gewünschten Wirkung und der Verträglichkeit des Wirkstoffs. Hinzu kommt die persönliche Präferenz. Falls du natürlich gewonnene Mittel künstlich hergestellten Substanzen vorziehst, sagt dir eine Neurodermitis Creme mit pflanzlichen Wirkstoffen wohl eher zu als ein Produkt mit Urea.

Zusätzliche Inhaltsstoffe

Neben den anderen Kaufkriterien empfehlen wir dir, auf die zusätzlichen Inhaltsstoffe einer Neurodermitis Creme zu achten. Bestimmte Inhaltsstoffe können belastend auf die Haut wirken und sie zusätzlich reizen. Substanzen, die du eher vermeiden solltest, sind:

  • Konservierungsstoffe (wie Parabene)
  • Duftstoffe
  • Erdölprodukte (wie Paraffine)
  • Silikone

Hersteller benutzen diese Inhaltsstoffe in Cremes, damit sie länger haltbar sind, besser riechen und einen kurzfristig angenehmen Effekt auf der Haut erzeugen. Allerdings haben diese Substanzen den Nachteil, dass sie sich nur schwer bis gar nicht in das – sowieso schon gestörte – Gleichgewicht der Haut einfügen können. Dadurch kann es zu Empfindlichkeitsreaktionen und schlimmstenfalls zu Kontaktallergien kommen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Neurodermitis Creme

Wo kann ich Erfahrungen zu Neurodermitis Cremes einholen?

Wenn du Erfahrungen zu Neurodermitis Cremes allgemein oder einer bestimmten Neurodermitis Creme einholen möchtest, kannst du verschiedene Möglichkeiten in Anspruch nehmen.

Die wichtigste Anlaufstelle hierbei bildet dein behandelnder (Fach-)Arzt. Dein Arzt verfügt über das notwendige medizinische Wissen, um einschätzen zu können, ob eine Neurodermitis Creme für dich oder dein Kind geeignet ist oder nicht. Bist du dir immer noch nicht sicher, kannst du dir eine zweite ärztliche Meinung einholen oder auf zusätzliche Quellen zurückgreifen.

Eine solche Quelle stellen Blogs oder YouTube-Videos von Neurodermitikern dar, in denen die betroffenen Personen ihre persönlichen Erfahrungen mit unterschiedlichen Heilmethoden teilen. Oft präsentieren die Personen auch Produkte, die sie in ihrem Alltag verwenden.

Weiterhin gibt es Foren im Internet, in denen sich Neurodermitiker über ihre Erfahrungen rund um die Hauterkrankung austauschen können. Unter den diskutierten Themen findest du bestimmt den ein oder anderen Beitrag zu Erfahrungen mit Neurodermitis Cremes. Eine hilfreiche Austauschplattform ist das Forum von Neurodermitisportal.

Wie kann ich eine Neurodermitis Creme selbst herstellen?

Wie wir zu Beginn erwähnt haben, handelt es sich bei Neurodermitis Cremes um halbfeste Öl-in-Wasser-Emulsionen. Damit du eine natürliche Creme gegen Neurodermitis herstellen kannst, brauchst du demnach drei Grundzutaten:

  • Pflanzenöle oder Pflanzenfette für den fettigen Anteil
  • Reines Wasser für den wässrigen Anteil
  • Emulgatoren als Hilfsmittel zur Bindung beider Anteile

Zusätzlich dazu kannst du heilende und pflegende Pflanzenwirkstoffe in Form von Tees oder Suds hinzufügen. Um die gewünschte Konsistenz zu erzielen, kannst du Pflanzenbuttern oder Gelbinder verwenden.

Wie genau du die Zutaten miteinander vermischen musst, siehst du beispielhaft in folgendem Video zur Herstellung einer Juckreiz-Creme:

Beachte, dass du die Art und Menge der Inhaltsstoffe anpassen kannst, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Am besten sprichst du mit deinem Arzt ab, inwiefern sich diese Methode für dich eignet.

Weiterführende Quellen: Quellen und interessante Links

[1] https://www.onmeda.de/Anwendungsgebiet/Neurodermitis/anw_nicht_rezeptpflichtig_wi-medikament-10.html

[2] https://www.onmeda.de/Anwendungsgebiet/Neurodermitis/anw_rezeptpflichtig_wi-medikament-all.html

[3] https://www.dr-gumpert.de/html/cortison_neurodermitis.html

[4] https://www.gesundheitsinformation.de/kortison-und-andere-medikamente-zum-auftragen.2257.de.html?part=behandlung-bj

[5] https://www.smarticular.net/haut-creme-herstellen-anleitung-mit-natuerlichen-zutaten/

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Warum kannst du mir vertrauen?

Michael hat sich schon immer für alles interessiert, was mit dem menschlichen Körper zusammenhängt. Um auch in anderen diese Leidenschaft zu entfachen, hat er medizinischen Journalismus studiert. Dort lernte er nicht nur viel über den menschlichen Körper und verschiedene Arzneimittel, sondern auch, wie man dieses Wissen am besten weitergeben kann.