Erkältung vorbeugen
Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2020

Um Erkältungen vorzubeugen, aber auch schon am Beginn zu bekämpfen, kann man einige Dinge tun. So sind Themen wie die Stärkung des Immunsystems, die Behandlung von Erkältungen bei den ersten Symptomen und die richtige Ernährung zentral.

Dieser Artikel soll dir die wichtigsten Themen zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen auch bei bereits eingetretenen Symptomen näherbringen. Im weiteren Verlauf erhältst du noch wertvolle Tipps, wie du eine Erkältung am besten vorbeugen kannst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Um Erkältungen effektiv vorzubeugen, sollte man auf sein Immunsystem achten. Das Immunsystem ist für die Abwehr von Viren, Bakterien und Pilzen zentral und kann durch einfache Methoden gestärkt werden.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ernährung. Bei der Ernährung kann man Erkältungen vorbeugen aber auch bei bereits eingetretenen Symptomen die Erkältungsdauer als auch die Symptome selbst lindern.
  • Ist die Erkältung bereits eingetreten, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese zu behandeln. Beispielsweise hat man die Wahl, ob man zu den klassischen schmerzstillenden Medikamenten greift oder ob man auf altbewährte Hausmittel zurückgreift. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich.

Definition: Was ist eine Erkältung?

Bei einer Erkältung handelt es sich um eine Infektion der oberen Atemwege. Schuld daran sind unterschiedliche Virenarten oder auch Bakterien.

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Die besten Hilfsmittel gegen Erkältungen sind: warme Getränke,frische Luft und Bewegung.
(Bildquelle: Kelly Sikkema /Unsplash

Die genaueren Symptome, die bei einer Erkältung auftreten sind:

  • Halsschmerzen
  • Schnupfen
  • Husten
  • leichtes Fieber
  • Schlappheit
  • Kopfschmerzen.

Die Erkältung kann mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Beispielsweise können Erkältungen mit Nasentropfen, fiebersenkende Medikamente, Inhalation und Schonung behandelt werden. Meist verlaufen Erkältungen unproblematisch und dauern eine Woche lang an.(7)

Hintergründe: Was du über Erkältungen wissen solltest

Bevor wir zu den Tipps gegen Erkältungen übergehen, sind anschließend die wichtigsten Hintergrundinformationen zu Erkältungen beschrieben.

Wie kann ich meine Immunabwehr stärken?

Unser Immunsystem ist ein körpereigener Abwehrmechanismus, um beispielsweise Viren oder Bakterien, vom Immunsystem fernzuhalten. Es gibt verschiedene Methoden, um das Immunsystem zu stärken. Regeneration, Ernährung, Stressreduzierung und Bewegung sind einer der wichtigsten Methoden für die Stärkung des Immunsystems.

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Die Regeneration zielt auf ausreichenden Schlaf ab, da sich im Schlaf die Zellen besonders gut regenerieren. (8)

Bei der Ernährung sollte man vor allem auf eine ausgewogene vitaminreiche Ernährung achten.

Weiters ist die Stressreduktion bei der Vorbeugung von Erkältungen und der Stärkung des Immunsystems zentral. Zu viel Stress kann das Immunsystem schwächen.

Um Abwehrkräfte zu stärken, ist auch die Bewegung an der frischen Luft wichtig, da man den Vitamin D Spiegel aufbaut, der für das Immunsystem sehr wichtig ist.

Wie kann ich eine Erkältung vorbeugen, wenn bereits erste Anzeichen und Symptome eingetreten sind?

Wenn man bereits erste Anzeichen einer Erkältung wahrnimmt, sollte man schnell handeln, um diese zu stoppen. Dazu zählt die Mobilisierung des Immunsystems durch ausreichend Ruhe und Schlaf, damit der Körper genug Energie für die Abwehr der Bakterien oder Viren hat.

Eine weitere Maßnahme, um Erkältungen vorzubeugen oder den Ausbruch zu stoppen, ist die Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit. Dafür sind vor allem Kräutertees gut geeignet, da sie den Körper einerseits mit Flüssigkeit versorgen und andererseits die Abwehrfunktion unterstützen.

In der Anfangsphase der Erkältung werden vor allem Tees mit Ingwer oder Zitrone empfohlen, da sie das Immunsystem unterstützen.

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Verschiedene Sorten von Tees können Erkältungsymtome reduzieren.
(Bildquelle: Joanna Kosinska /Unsplash)

Eine weitere Methode, um die Erkältung zu stoppen ist die Nasen und Rachendesinfektion. Dies geht am besten mit einer Salzspülung, wobei man eine Messerspitze Salz in ein Glas mit lauwarmem Wasser gurgelt.

Weiters kann man auch versuchen, mithilfe von Knoblauch die Viren und Bakterien abzutöten, denn roher Knoblauch wirkt wie ein natürliches Antibiotikum.

Auch Dampfbäder können helfen Symptome wie Husten zu verringern
Durch ein Dampfbad, welches eine hohe Luftfeuchtigkeit erzeugt, kann festsitzender Schleim gelöst werden, wodurch das Abhusten erleichtert wird. Durch die feuchte Wärme ist daher ein Dampfbad ideal für entzündete Atemwege.

Weiters kann man Erkältungen vorbeugen, indem man den Stress reduziert. Denn Stress kann die Anfälligkeit für Erkältungen erhöhen und die Erkältungsdauer verlängern. Daher sollte man nicht auf die Entspannung vergessen, a diese die Reaktion des Abwehrsystems verbessern. (9)

Welche Hausmittel gibt es, um Erkältungen vorzubeugen?

Man muss bei einer Erkältung nicht immer zu den klassischen Medikamenten greifen. Es gibt einige Hausmittel, die sich gut eignen, um Erkältungen vorzubeugen und in der Anfangsphase zu bekämpfen.

So ist es beispielsweise wichtig, dass man ausreichend trinkt damit die Schleimhäute feucht bleiben. Idealerweise sollte man zweieinhalb bis drei Liter pro Tag trinken. Vor allem Wasser und Tees werden empfohlen.

Ein weiteres Hausmittel ist es auf die Atemtechnik zu achten. Durch die richtige Atemtechnik vergrößert sich das Atemvolumen, wodurch die Atemwege besser belüftet werden und vorhandenes Sekret besser abfließen kann.

Beispiel für mediatives Training= Yoga

Ein weiteres Hausmittel ist die Bewegung. So kann man beispielsweise durch meditatives Training entspannt das Immunsystem stärken. Am besten tut man dies an der frischen Luft.

Vor allem im Winter sind die Atemwege von der Heizungsluft sehr trocken, durch die Bewegung an der frischen Luft können die Atemwege jedoch wieder ausreichend befeuchtet werden.

Weiters kann man Erkältungen vorbeugen beziehungsweise Anfangssymptome durch Inhalieren vermindern. Dies ist am einfachsten mit heißem Wasser ohne Zusätze möglich. Durch die Wärme werden die Schleimhäute gereinigt und die Durchblutung angeregt. Dadurch bekämpft man Schleim in der Nase und den Bronchien.

Bei der Inhalation kann man zu dem Wasser auch Kochsalz hinzufügen. Dadurch erreicht man eine desinfizierende Wirkung. Eine Möglichkeit wäre mit Heilkräutern zu inhalieren. Hierfür eignen sich beispielsweise Thymian oder Kamille.

Wenn Halsschmerzen bereits aufgetreten sind, kann auch Gurgeln mit Tee helfen. Weiters sind bei Halsschmerzen auch Halswickel ein verbreitetes Hausmittel. Man kann dabei zwischen kalten oder warmen Halswickel wählen. Weiters kann die Wirkung von Halswickel auch durch Zusätze wie Quark oder Zitrone verstärkt werden.

Welche Medikamente gibt es gegen Erkältungen?

Bei den Medikamenten gibt es auch Unterscheidungen. So kann man beispielsweise zu klassischen Schmerzmitteln mit den Wirkstoffen Paracetamol, Ibuprofen und Acetylsalicylsäure greifen. Diese lindern die typischen Symptome der Erkältung wie Schnupfen, Gliederschmerzen oder leichtes Fieber.

So kann man beispielsweise Hustensäfte, Halsschmerztabletten oder auch Nasensprays anwenden, um die Symptome der Erkältung zu lindern.

Eine andere Alternativ sind pflanzliche Medikamente. Die häufig verwendeten Pflanzen sind: Pupursonnenhut, Sauerampfer, afrikanische Pelargonie, Linden- und Holunderblüten, Sanddorn, Zistrose und Thymian.

Aus den Pflanzen können vor allem Tees und Säfte erzeugt werden. Weiters können auch Wickel aus beispielsweise Kapuzinerkresse oder Meerrettich hilfreich sein. Diese haben eine stark antibakterielle Wirkung.

Es gibt verschiedene Vor- und Nachteile, um sich für die klassischen Medikamente und den pflanzlichen Arzneimitteln zu entscheiden:

chemische Medikamente Vorteile chemische Medikamente Nachteile pflanzliche Arzneimittel Vorteile pflanzliche Arzneimittel Nachteile
wirken schnell aus wenig bekannten chemischen Verbindungen hergestellt pulverisierte Pflanzenteile oder Extrakte, die bekannt sind Gegenseitige Beeinflussung von Wirkstoffen
gehören zur klassischen Schulmedizin nur eine Substanz oder Kombipräparat möglich individuell modifizierbar unerwartete Neben-und Wechselwirkungen.

Die verschiedenen Heilpflanzen, aus denen Tees, Säfte und andere pflanzliche Arzneimitteln hergestellt werden können, zeigen unterschiedliche Wirkungen:

Purpursonnenhut: Die Wirkung vom Purpursonnenhut auch unter dem Namen Echinacea purpurea bekannt, ist vor allem in der Anfangsphase einer Erkältung hilfreich. (1)Der Purpursonnenhut sorgt dafür, dass die Blutzellen mehr Signalstoffe bilden. Weiters wird die Leistung der Fresszellen und die Teilung der Blutzellen durch den Sonnenhut gesteigert. Es kann durch den Purpursonnenhut sogar zu Bildung von Antikörpern kommen. Die Einnahme kann eine Erkältung bis zu 2 Tage verkürzen.

Sauerampfer: Die Sauerampfer ist ähnlich effektiv wie der Purpursonnenhut. Die Sauerampfer zeichnet sich vor allem durch einen hohen Gehalt an Vitamin C und Oxalsäure aus, die antiviral und anti entzündlich wirken. Weiters ist die Kombination mit anderen Pflanzenextrakten möglich und sehr wirkungsvoll. (2)

afrikanische Pelargonie: Auch die afrikanische Pelargonie wirkt vor allem zu Beginn einer Erkältung. Hierbei ist die Wurzel der Pflanze besonders wichtig, da diese die Aktivität der Flimmerhärchen auf der Schleimhaut anregt, wodurch der infizierte Schleim besser abtransportiert wird. (3)

Linden- und Holunderblüten: Die Linden- und Holunderblüten werden vor allem für warme Getränke wie Tees genutzt. Sie fördern die Durchblutung und stärken die Abwehrzellen in den Schleimhäuten.

Sanddorn und Holunderbeeren: Diese sind vor allem auch bei Säften sehr wirksam. Jedoch sollte man darauf achten, die Säfte nur zu erhitzen aber nicht zu kochen. Sanddorn und Holunderbeeren weisen reichlich Vitamine wie Vitamin C, Vitamin A, Eisen und Zink auf, wodurch sie beim Schwitzen helfen, die Abwehrkräfte zu stärken.(4)

Zistrose: Zistrose ist ebenfalls eine Heilpflanze, aus der Tee hergestellt werden kann.

Thymian: Thymian kann in Fußbädern aber auch in Tees verwendet werden. Er zeichnet sich durch die Unterstützung des Körper im Kampf gegen die Viren aus, da ein Thymian Fußbad beispielsweise die Kapillargefäße im Körper öffnet und somit das Immunsystem verbessert.(5)

Tipp: Alle aufgezählten Heilpflanzenextrakte und Präparate sind in der Apotheke erhältlich.

Worauf sollte ich bei der Ernährung achten, wenn ich eine Erkältung vorbeugen möchte?

Bei der Ernährung kann man einige Dinge beachten, um das Immunsystem bei der Abwehr von Erkältungserregern zu unterstützen. Vor allem Obst und Gemüse sind nährstoffreich und besonders gut für das Immunsystem. (6)

Bei einer Erkältung leidet man meistens an einer Appetitlosigkeit. Daher ist Fasten bei einer Erkältung hilfreich. Durch das Fasten funktionieren die Immunabwehr und der Stoffwechsel des Körpers besser. Dadurch hat der Körper die notwendige Energie, um die Erkältungsviren zu bekämpfen.

Wenn die Appetitlosigkeit schwindet ist es empfehlenswert auf leichte Kost umzusteigen, damit der Körper sich auf die Bekämpfung der Erkältungsviren fokussieren kann. Zur leichten Kost gehört beispielsweise Haferbrei, gedünstetes Gemüse oder Suppen.

Bei den Suppen wird am häufigsten die Hühnersuppe empfohlen. Dadurch das eine Suppe warme Flüssigkeit ist, lässt es sich besonders gut schlucken und lindert vorhandene Halsschmerzen. Weiters enthält eine Hühnersuppe verschiedene Vitamine aus mitgegartem Gemüse oder auch Eiweißbausteine, die Entzündungsprozesse dämpfen und damit die Körperzellen schützen.

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Hühnersuppen sind ideal bei Erkältungen, da sie viel Flüssigkeit und Vitamine enthalten. (Bildquelle: Henrique Félix /Unsplash)

In der Hühnersuppe sollten beispielsweise Karotten, Zwiebeln, Sellerie und Nudeln enthalten sein. Die Nudeln sind vor allem als Energielieferant für den Körper sehr wichtig. Vor allem eigenen sie sich durch die sättigenden Kohlenhydrate gut, ohne dass der Körper bei der Verdauung zu viel Energie verbraucht.

Weiters sind bei der Ernährung Vitamine sehr wichtig. Diese sind vor allem zentral für das Immunsystem. Die wichtigsten Vitamine aber auch Pflanzenstoffe für das Immunsystem sind:

  • Vitamin C
  • Zink
  • Float
  • Omega-3 Fettsäuren
Vitamine und Pflanzenstoffe Lebensmittel
Vitamin C Zitrusfrüchte, Beeren, Holunder, Kiwis, Paprika, Brokkoli
Zink Haferflocken, Fisch, Milch, Käse
Omega 3 Fettsäuren Fisch, Rapsöl
Sulfide Knoblauch, Zwiebel, Lauch, Schnittlauch
Flavonoide Äpfel, Trauben, Beeren, Grünkohl, schwarzer und grüner Tee

Weiters ist bei der Ernährung bei einer Erkältung wichtig, dass man genügend Ballaststoffe, Sulfide und Flavonoide zu sich nimmt. Ballaststoffe stecken beispielsweise in pflanzlichen Lebensmitteln, die eine gesunde Verdauung unterstützen. Ein gesunder Darm stärkt das Immunsystem.

Sulfide haben die Eigenschaft, dass sie das Wachstum von Krankheitserregern wie Viren, Bakterien und Pilze hemmen. Sie sind beispielsweise in Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und Schnittlauch enthalten.

Flavonoide haben den gleichen Effekt wie Sulfide. Sie hemmen das Wachstum von Krankheitserregern. Die Flavonoide sind, gelbe, violette und blaue Farbstoffe in Lebensmittel. Beispiele für solche Lebensmittel sind: Äpfel, Trauben, Beeren, Grünkohl aber auch schwarzer oder grüner Tee.

Erkältung vorbeugen: Die 5 besten Tipps & Tricks um Erkältungen vorzubeugen

Um einer Erkältung zu entgehen, kannst du vorbeugende Maßnahmen treffen, die dich schützen und deine Immunabwehr stärken.

Tipp 1: Hände waschen

Der Übertragungsweg von Erkältungsviren findet meist über die Hände statt. Daher ist es wichtig sich durch regelmäßiges richtiges Händewaschen zu schützen. Durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen schützt man sich und andere, da man die Anzahl der Keime senkt.

Wichtig ist das die Hände auch gewaschen werden, wenn kein sichtbarer Schmutz vorhanden ist. Denn Krankheitserreger kann man mit dem bloßen Auge nicht erkennen. Daher sollte man immer nach folgenden Aktivitäten die Hände gründlich waschen:

  • nach dem nach Hause kommen
  • nach dem Besuch der Toilette
  • nach dem Nase putzen, Husten oder Niesen
  • nach dem Wechseln von Windeln oder Hilfe beim Toilettengang anderer Personen
  • nach dem Kontakt mit Abfällen
  • nach dem Kontakt mit Tieren, Tierfutter oder tierischem Abfall

Weiters sollte man auch vor bestimmt Aktivitäten, die Hände gründlich waschen. So zum Beispiel bevor man Mahlzeiten zu sich nimmt und beim Umgang mit Medikamenten oder Kosmetika.

Bei manchen Aktivitäten ist es auch wichtig, dass man sich vorher und nachher die Hände gründlich wäscht. Das gilt vor allem bei:

  •  der Zubereitung von Speisen
  •  dem Kontakt mit kranken Personen
  • der Behandlung von Wunden.

Beim Händewaschen ist es immer wichtig, sie regelmäßig und vor allem gründlich zu waschen. Damit die Hände wirklich gründlich gewaschen sind, sollte man auf folgende 5 Schritte achten:

  1. Zunächst sollte man die Hände unter fließendes Wasser bei einer angenehmen Temperatur halten.
    Vergiss nicht auf die Fingernägel!
  2. Als nächstes seift man die Hände gründlich ein, hierbei sollte man darauf achten, dass man wirklich die Handinnenflächen, den Handrücken, die Fingerspitzen, Fingerzwischenräume und den Daumen gründlich wäscht.
  3. Die Seife sollte gut eingerieben werden. Die durchschnittliche Zeit für gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden.
  4. Nach dem Einseifen sollte man die Hände wieder unter fließendem Wasser abspülen. Zum Schließen des Wasserhahns kann man den Ellenbogen oder ein Einweghandtuch verwenden.
  5. Als letzten Schritt sollte man seine Hände noch sorgfältig abtrocknen. Auch hierbei sollte man nicht auf die Fingerzwischenräume vergessen. Zum Abtrocknen eigenen sich im öffentlichen Raum am besten Einweghandtücher, bei sich zu Hause sollte jeder sein persönliches Handtuch benutzen.

Wenn du diese 5 Schritte befolgst, sind die Hände gründlich gereinigt worden und vorhandene Viren beseitigt.

Tipp 2: Frische Luft und körperliche Aktivität

Die frische Luft ist sowohl wichtig, um Erkältungen vorzubeugen, aber auch wenn bereits die ersten Symptome der Erkältung eingetreten sind. Daher ist es wichtig, dass man regelmäßig die Wohn- und Arbeitsräume, in denen man sich aufhält, lüftet. Weiters ist es wichtig raus zu gehen, da man gleichzeitig Bewegung und die frische Luft nutzen kann.

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Ein weiterer wichtiger Punkt ist die körperliche Aktivität. Auch diese kann Erkältungen vorbeugen.

Durch die körperliche Betätigung profitiert das Immunsystem, wodurch die Anfälligkeit für Erkältungen reduziert wird.

Durch Sport bekommt kann die Abwehrzellen verstärken, wodurch der Körper besser in der Lage ist, Krankheiterreger zu bekämpfen. Jedoch sollte man es beim Sport nicht übertreiben, denn dadurch werden Infektionskrankheiten wieder begünstigt.

In der folgenden Tabelle wird dargestellt, welche Herzfrequenz und Puls verschiedener Altersgruppen von Erwachsenen ideal bei einem Bewegungstraining von 30 bis 45 Minuten sind:

Alter Puls
ab ca. 20 Jahre bis zu 160 Schläge
ab ca. 40 Jahre bis zu 140 Schläge
ab ca. 70 Jahre bis zu 110 Schläge

Dies kann man sich auch selbst ermessen. Die empfohlene Regel ist das man eine Herzfrequenz von 180 minus des Lebensalters rechnet. Durch das optimale Bewegungstraining sollte man auf ca. 2000 abgearbeitete Kilokalorien kommen.

Auch Kinder und Jugendliche sollten sich regelmäßig körperlich betätigen, um das Immunsystem zu stärken. (10) Jedoch sollte auch hier darauf geachtet werden, dass es beim Sport nicht übertrieben wird.

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Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem. Jedoch sollte man bei einer Erkältung nicht übertreiben.
(Bildquelle: Jenny Hill /Unsplash)

Bei Ausdauersportarten wie Radfahren, Joggen oder Schwimmen sollte man darauf achten, dass man eine Erholungsphase von 24 bis 36 Stunden einhält.

Wenn die Erkältung bereits eingetreten ist, sollte man auf Sport verzichten, vor allem wenn man sich krank und schlapp fühlt. Bei einer leichten Erkältung kann leichter Sport allerdings nicht schaden.

Unter leichten Sport fällt beispielsweise ein zügiger Spaziergang oder leichtes Walken. Wichtig ist das man sich nicht übernimmt.

Tipp 3: Ausgewogene Ernährung

Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle, wenn man Erkältungen vorbeugen möchte. Auch wenn die Erkältung bereits eingetreten ist, kann die richtige Ernährung hilfreich sein, um die Dauer und die Symptome der Erkältung zu senken.

Bei der Ernährung ist vor allem eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung wichtig. Dies gelingt mit genügend Obst und Gemüse. Darin sind Vitamine und Spurenelemente enthalten, die das Immunsystem und somit die Immunabwehr stärken.

Tipp 4: Zink

Zink ist ein wichtiges Spurenelement, das in manchen Fällen eine entzündungshemmende Wirkung zeigt. Dadurch eignet sich Zink bei Erkältungen, um die Dauer der Erkältung zu vermindern.(11) Bei Zink sollte man jedoch auf die empfohlene Tagesdosis achten, da zu viel Zink lebensgefährlich werden kann.

Zink hat im menschlichen Körper eine zentrale Funktion für den Stoffwechsel. So ist Zink vor allem zentral für:

  • die Verwertung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten
  • den Säure-Basen-haushalt
  • das Funktionieren des Immunsystems
  • den Zustand von Haut, Haaren und Augen
  • die Bildung und Wirkung von Hormonen

Es gibt bei der Anwendung von Zink oder zusätzliche Zinkpräparate Vor- und Nachteile, die beachtet werden sollten.

Vorteile Nachteile
Entzündungshemmende Wirkung zu viel Zink kann lebensgefährlich werden
verringert die Dauer von Erkältungen Nebenwirkungen von hochstierten Zinkpräparaten
kann über die Nahrung aufgenommen werden Wechselwirkungen mit anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln

Zink bietet einige Vorteile, wie die entzündungshemmende Wirkung bei Erkältungen. Ein weiterer Vorteil ist die verringerte Dauer von Erkältungen. Weiters ist ein positiver Aspekt das die Tagesdosis an Zink über die Nahrung aufgenommen werden kann. Daher sind zusätzliche Zinkpräparate nicht für alle zu empfehlen.

Durch die Einnahme von hochdosierten Zinkpräparaten können Nebenwirkungen entstehen. Die häufigsten Nebenwirkungen sind der schlechte Geschmack von Zink, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Weiters sollte man bei der zusätzlichen Einnahme von Zink darauf achten, andere pflanzliche Nahrungsmittel zu vermeiden.

Zu beachten ist, dass Kinder und Jugendliche keine Nahrungsergänzungsmittel mit Zink nehmen sollten. Dies wird empfohlen, da eine längere auch hochdosierte Zinkeinnahme sich im Körper anreichert, wodurch es zur Gesundheitsgefährdung kommen kann.

Tipp 5: Schleimhäute feucht halten

Dadurch das Erkältungsviren bei trockener Luft länger überleben, sollte man auf ein gutes Raumklima und eine hohe Luftfeuchtigkeit achten. Weiters ist es essenziell ausreichend zu trinken. Trinken beugt dem Flüssigkeitsverlust der Schleimhäute und der Haut vor. Feuchte Schleimhäute sind in der Lage die Viren abzuwehren.

Bei Erkältungen können auch Salben oder Nasensprays aus einer Salzlösung, die Nasenschleimhaut feucht und geschmeidig halten. Jedoch sollte man Nasensprays nicht zu häufig anwenden.

Weiters kann man die Schleimhäute durch Inhalieren mit Wasserdampf befeuchten. Im Winter bei starker Heizungsluft,kann man die Heizung mit einem feuchten Handtuch abdecken. Ein weiteres Hilfsmittel im Winter können Nasenduschen mit Meerwasser hilfreich sein.

Fazit

Es gibt einige Dinge, die man aktiv tun kann, um Erkältungen vorzubeugen. Die einfachsten Methoden dazu sind, viel frische Luft und ausreichend Bewegung, sowie genügend zu trinken. Man kann aber auch einiges mit der richtigen Ernährung erreichen. Hierbei spielen vor allem eine Ballaststoffreiche und vitaminreiche Ernährung eine große Rolle.

Weiters sind die richtige Hygiene und die Raumlufttemperatur zentral, um sich vor Erkältungen und trockenen Schleimhäuten zu schützen. Zusätzlich kann auch Spurenelemente wie Zinkpräparate einnehmen, um den Körper bei der Immunabwehr zu unterstützen.

Bildquelle: acorn/ 123rf.com

Einzelnachweise (11)

1. Shah, S. A., Sander, S., White, C. M., Rinaldi, M., & Coleman, C. I. (2007). Evaluation of echinacea for the prevention and treatment of the common cold: a meta-analysis. The Lancet. Infectious diseases, 7(7), 473–480. https://doi.org/10.1016/S1473-3099(07)70160-3
Quelle

2. Jund, R. et al. 2012. Clinical efficacy of a dry extract of five herbal drugs in acute viral rhinosinusitis. Rhinology 50: 417–426.
Quelle

3. Volker Lohrmann, Katrin Vohland, Michael Ohl, und Christoph Häuser. 2012. Taxonomische Forschung in Deutschland- eine Übersichtsstudie. Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo)
Quelle

4. Xiao-fei Guo, et al., Effect of sea buckthorn (Hippophae rhamnoides L.) on blood lipid profiles: A systematic review and meta-analysis from 11 independent randomized controlled trials, Trends in Food Science & Technology, Volume 61, March 2017, S. 1 – 10.
Quelle

5. Gruenwald, Joerg, Hans-Joachim Graubaum, und Regina Busch. 2005. Efficacy and tolerability of a fixed combination of thyme and primrose root in patients with acute bronchitis. A double-blind, randomized, placebo-controlled clinical trial. Arzneimittel-Forschung 55: 669–676.
Quelle

6. Di Noia J. Defining Powerhouse Fruits and Vegetables: A Nutrient Density Approach. Prev Chronic Dis 2014;11:130390. DOI: http://dx.doi.org/10.5888/pcd11.130390
Quelle

7. Mayrhuber, E. A., Peersman, W., van de Kraats, N., Petricek, G., Ćosić Diviak, A., Wojczewski, S., & Hoffmann, K. (2018). "With fever it's the real flu I would say": laypersons' perception of common cold and influenza and their differences - a qualitative study in Austria, Belgium and Croatia. BMC infectious diseases, 18(1), 647. https://doi.org/10.1186/s12879-018-3568-9
Quelle

8. Dimitrov, Stoyan et al. 2019. Gαs-coupled receptor signaling and sleep regulate integrin activation of human antigen-specific T cells. Journal of Experimental Medicine 216: 517–526
Quelle

9. Cohen S. (2005). Keynote Presentation at the Eight International Congress of Behavioral Medicine: the Pittsburgh common cold studies: psychosocial predictors of susceptibility to respiratory infectious illness. International journal of behavioral medicine, 12(3), 123–131. https://doi.org/10.1207/s15327558ijbm1203_1
Quelle

10. Robert Koch-Institut. 2018. Körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends.
Quelle

11. Singh, Meenu, und Rashmi R Das. 2015. Zinc for the common cold Hrsg. Cochrane Acute Respiratory Infections Group. Cochrane Database of Systematic Reviews
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Anna hat Pharmazie studiert und arbeitet seit einigen Jahren in einer Apotheke. Ob Tabletten, Tropfen oder Salben - sie kennt sich bestens mit verschiedenen Arzneimitteln aus. Doch sie möchte ihr Wissen nicht nur in der Apotheke weitergeben. Deshalb schreibt sie Ratgeber, um noch mehr Menschen zu erreichen.
Wissenschaftliche Studie
Shah, S. A., Sander, S., White, C. M., Rinaldi, M., & Coleman, C. I. (2007). Evaluation of echinacea for the prevention and treatment of the common cold: a meta-analysis. The Lancet. Infectious diseases, 7(7), 473–480. https://doi.org/10.1016/S1473-3099(07)70160-3
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Jund, R. et al. 2012. Clinical efficacy of a dry extract of five herbal drugs in acute viral rhinosinusitis. Rhinology 50: 417–426.
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Volker Lohrmann, Katrin Vohland, Michael Ohl, und Christoph Häuser. 2012. Taxonomische Forschung in Deutschland- eine Übersichtsstudie. Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NeFo)
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Xiao-fei Guo, et al., Effect of sea buckthorn (Hippophae rhamnoides L.) on blood lipid profiles: A systematic review and meta-analysis from 11 independent randomized controlled trials, Trends in Food Science & Technology, Volume 61, March 2017, S. 1 – 10.
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Gruenwald, Joerg, Hans-Joachim Graubaum, und Regina Busch. 2005. Efficacy and tolerability of a fixed combination of thyme and primrose root in patients with acute bronchitis. A double-blind, randomized, placebo-controlled clinical trial. Arzneimittel-Forschung 55: 669–676.
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Di Noia J. Defining Powerhouse Fruits and Vegetables: A Nutrient Density Approach. Prev Chronic Dis 2014;11:130390. DOI: http://dx.doi.org/10.5888/pcd11.130390
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Mayrhuber, E. A., Peersman, W., van de Kraats, N., Petricek, G., Ćosić Diviak, A., Wojczewski, S., & Hoffmann, K. (2018). "With fever it's the real flu I would say": laypersons' perception of common cold and influenza and their differences - a qualitative study in Austria, Belgium and Croatia. BMC infectious diseases, 18(1), 647. https://doi.org/10.1186/s12879-018-3568-9
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Cohen S. (2005). Keynote Presentation at the Eight International Congress of Behavioral Medicine: the Pittsburgh common cold studies: psychosocial predictors of susceptibility to respiratory infectious illness. International journal of behavioral medicine, 12(3), 123–131. https://doi.org/10.1207/s15327558ijbm1203_1
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Robert Koch-Institut. 2018. Körperliche Aktivität von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Querschnittergebnisse aus KiGGS Welle 2 und Trends.
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Wissenschaftliche Studie
Singh, Meenu, und Rashmi R Das. 2015. Zinc for the common cold Hrsg. Cochrane Acute Respiratory Infections Group. Cochrane Database of Systematic Reviews
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